Richtiges Verhalten in der Eskalation

  1. In der akuten Krise besteht die Gefahr der massiven Eskalation. Sobald Sie bemerken, dass alles auf eine Eskalation hinausläuft, gilt als oberstes Gebot: Lassen Sie sich auf keinen Fall vom Kind beeindrucken! Bleiben Sie ruhig! Von außen sollte man Ihnen keinen Ärger ansehen!
  2. Steigen Sie inhaltlich sofort aus der Situation aus, indem Sie nicht mehr auf das Kind reagieren und einer neutralen Tätigkeit nachgehen.
  3. Wichtig hierbei ist, dass Sie nicht nur mit dem Reden aufhören, sondern dass Ihnen äußerlich keine Erregung oder Ärger mehr anzusehen sein darf. Achten Sie deshalb vor allem auf Ihre Gesichtsmimik, aber auch auf Ihre Bewegungen – nichts darf auf ein "Genervtsein" hinweisen.
  4. Wenn Ihnen dies nicht gelingt, so verlassen Sie besser den Raum oder vielleicht sogar die Wohnung, am besten unter einem plausiblen Vorwand (Telefonat, Einkaufen, Müll runterbringen, etwas aus dem Auto holen etc.). Wichtig hierbei ist wieder: Lassen Sie sich Ihre Verärgerung nicht anmerken – seien Sie so natürlich wie möglich.
  5. Wenn die Eskalation vorbei ist, sollten Sie Ihre Konsequenzen ziehen. Diese hängen davon ab, was passiert ist.

 

Beispiel:

Während des Streites hat Ihr Kind Sie als "Ziege" beschimpft. Als Konsequenz beschließen Sie, etwas dem Kind sehr Wichtiges für eine bestimmte Zeit zu unterlassen. So können Sie etwa für eine bestimmte Zeit damit aufhören, das Kind mit Ihrem Auto zum Sport zu fahren. Denn Ziegen haben bekanntlich keinen Führerschein.
Wichtig dabei ist, dass Sie die Zeitdauer Ihres Vorgehens für sich behalten, sonst "sitzt" das Kind diese Zeit aus.