Konzept von Frau Dr. Bonus

 

Frau Dr. Bonus entdeckte im Laufe ihrer jetzt schon über 30-jährigen Arbeit mit frühtraumatisierten, hochproblematischen Pflege- und Adoptivkindern und deren Familien, dass die Schwierigkeiten dieser Kinder bei aller Verschiedenheit alle einem „roten Faden“ und einer ähnlichen Dynamik folgen. Diesen „roten Faden“ erforschte und analysierte Frau Dr. Bonus in den letzten Jahrzehnten an Hunderten von Kindern, Jugendlichen und heute Erwachsenen immer eingehender und stieß als Erstbeschreiberin schließlich auf die Ursachen der Gesamtproblematik:

  • die übermächtige Angst aus der Zeit VOR den Pflege- und Adoptiveltern, die das Kind bis heute überschwemmt,
  • das ebenso große Gefühl der VOR der Pflege- und Adoptivfamilie erlebten Ohnmacht des Kindes,
  • die sich aus beiden gebildete Todes- und Existenzangst (die Probleme dieser Kinder sind aus Sicht der Kinder „existenziell“ und werden deswegen so hartnäckig „verteidigt“, sodass „normale“ pädagogische Vorgehensweisen oft schnell an ihre Grenzen stoßen und scheitern müssen)
  • die sich aus diesen drei Phänomenen herausgebildete Überlebensstrategie, die den Kern der Ursachen bildet, die sich hauptsächlich in den drei von Frau Dr. Bonus erstmals beschriebenen Phänomenen zeigt:

 

1. Angstbeseitigungsstrategien

 

2. Macht- und Kontrollstrategie

 

3. Anstrengungsverweigerung 

 

  • das aus den Mangelerfahrungen VOR der Pflege- und Adoptivfamilie sich nie wirklich herausgebildete, heute de facto unendlich niedrige Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, welches in einem zweiten Zweig zur Anstrengungsverweigerung führt
  • der durch die frühtraumatisierenden Erlebnisse zum Teil unendlich minimierten „Lebenskraft“, die später dann an innerer „Antriebskraft“ fehlt, um Tätigkeiten aus eigenem Antrieb mit Interesse und Motivation angehen zu können. Auch dies führt wiederum zur Anstrengungsverweigerung. 

 

Nur wer als Eltern die Gesetze der Überlebensstrategie kennt und den Umgang mit dieser beherrscht, kann schließlich in akribischer Arbeit die Überlebensstrategie mit allen ihren Folgen auflösen und dem hochproblematischen Pflege- und Adoptivkind ein zukünftiges bürgerliches Leben frei von inneren Ängsten und Zwängen ermöglichen.

 

Die Hauptarbeit von Frau Dr. Bonus in den Familien besteht darin, den Umgang mit der Überlebensstrategie zu lehren und mit den Eltern zusammen den speziellen Umgang mit der spezifischen Überlebensstrategie ihres Pflege- und Adoptivkindes im konkreten Alltag zu entwickeln sowie die Familie in der Durchführung der erarbeiteten Herangehensweise intensiv zu begleiten und zu beraten.

 

Nach einer umfassenden Analyse vor Ort entsteht in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein ganzheitliches Konzept für die Beratung und Begleitung der Familie mit ihrem hochproblematischen Pflege- oder Adoptivkind.

 

Mit einer einzigartigen Kombination aus Pädagogik und der Erfahrung aus der langjährigen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters gestaltet Frau Dr. Bonus gemeinsam mit dem Umfeld des Kindes/Jugendlichen (Eltern, Verwandte, Freunde, Pädagogen, Erzieher, Ärzte, Jugendämter) ein Beratungs- und Begleitungskonzept, das ideal auf die Bedürfnisse der spezifischen Lebenssituation der Familie zugeschnitten ist.

 

Das Konzept bezieht sich dabei auf alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens, insbesondere die private Situation, die Ausbildung (Schule, Beruf) wie auch die weitergehende Ausbildung und spezifische Förderung. Kern der Leistung ist eine seriöse, kompetente, an individuellen Lösungen angeknüpfte Beratung und Betreuung von Adoptiv- und Pflegefamilien. Kombiniert mit einer ausgeprägten Orientierung an den spezifischen Bedürfnissen einer jeden Familie setzt dieses Angebot europaweit den Maßstab für professionelle, die Überlebensstrategie auflösende, pädagogische Begleitung von hochproblematischen Kindern und Jugendlichen. Zweck der Leistung ist der Erhalt der Pflege- und Adoptivfamilien, die Selbstständigkeit von frühtraumatisierten Kindern und Jugendlichen, eine soziale und berufliche Integration in Familie und Gesellschaft.